Grundlage für die Aufstellung der sächsischen Postmeilensäulen bildeten die kartografischen Arbeiten des Pfarrers Adam Friedrich Zürner aus Skassa. 1713 erhielt Zürner den Auftrag die kursächsischen Gebiete zu vermessen. Das entstandene Kartenmaterial blieb aus militärischen Gründen mehrere Jahrzehnte weitestgehend geheim nur das Ergebnis die Post-Landkarte ließ der Kurfürst veröffentlichen.

Die kursächsischen Postmeilensäulen sind Meilensteine, die Entfernungen angeben. Diese Säulen wurden während der Regierungszeit Augusts des Starken und seines Nachfolgers an allen wichtigen Post- und Handelsstraßen und in fast allen Städten des Kurfürstentums Sachsen aufgestellt.

Für die Vermessungen konstruierte sich Zürner einen Messwagen. Zur Vereinheitlichung unterschiedlicher Meilenmaße wurde daher im Jahr 1722 die Kursächsische Postmeile

(1 Meile = 2 Wegstunden = 2000 Dresdner Ruten) eingeführt. Als Entfernungsangabe auf den Distanzsäulen benutzte Zürner aber die Wegstunde.

Heute findet man noch etwa 200 Postmeilensäulen im Raum Sachsen und angrenzenden Gebieten. (Fotos dazu in den Galerien.) Die mit Wappen geschmückten Distanzsäulen fallen dem Betrachter am ehesten auf.

 

Aktueller Bestand (2017) an Postmeilensäulen:

  • Distanzsäulen             106
  • Ganzmeilensäulen       39
  • Halbmeilensäulen        24
  • Viertelmeilensteine      54