Es gibt etwas zu feiern.

Die kursächsischen Postmeilensäulen haben in diesem Jahr ihren 300. Geburtstag.

Anfang des Jahres 1722 wurden in Dresden die ersten Distanzsäulen aufgestellt.

Am 1. November 1721 wurde durch den Kurfürst August dem Starken ein Mandat erlassen, mit der Anweisung im gesamten Kurfürstentum steinerne Postsäulen zu errichten. Zu verdanken haben wir die Postmeilensäulen vor allem dem Land- und Grenzkommissar Adam Friedrich Zürner. Dieser hat das gesamte Kurfürstentum vermessen und bei der Aufstellung der Säulen mitgewirkt.

 

 

 

 

Meine Webseite soll die kursächsischen Postmeilensäulen aus der Zeit August des Starken näher vorstellen. Eine kursächsische Postmeilensäule, umgangssprachlich auch sächsische Postmeilensäule oder nur Postsäule genannt, ist ein Meilenstein, der Entfernungen und Gehzeiten bis auf eine Achtelstunde genau angibt. Diese Postmeilensäulen wurden während der Regierungszeit Augusts des Starken und seines Nachfolgers an allen wichtigen Post- und Handelsstraßen und in fast allen Städten des Kurfürstentums Sachsen zur Angabe der amtlichen Entfernungen aufgestellt. Da das Kurfürstentum Sachsen damals wesentlich größer als das heutige Bundesland Sachsen war, findet man derartige Säulen auch in Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Polen.

 

Nebenbei bemerkt, die Stundenangaben (St) an den Säulen sind keine Zeit- sondern Längenangaben.

 

Eine Stunde bzw. Wegstunde entspricht heute 4,531 km; und war damals eine halbe Postmeile.

Und wenn man diese Entfernungen mit heutigen Routenplanern vergleicht, so hat Zürner doch ganz gut

gemessen (die Wegeführung war ja damals auch etwas anders).