In Reichenbach, an der "Schwarzen Katze" wurde Anfang November die restaurierte Ganzmeilensäule wieder aufgestellt. Die Inschriften sind leider nicht vollständig.

 

 

Mitte Oktober 2020 wurde im Ort Quersa die Nachbildung des Viertelmeilensteines aufgestellt. Der Stein steht neben dem originalen Reststück vor dem Gemeindehaus.

 

(https://www.saechsische.de/grossenhain/lokales/quersaer-stellen-viertelmeilenstein-auf-5293070-plus.html)

 

 

Im Leipziger Ortsteil Miltitz findet man diese schön gestaltete Mauer mit zwei Originalreststücken von Postmeilensäulen (Reste eines Viertelmeilensteines und einer Ganzmeilensäule).

 

 

 

Meine Webseite soll die kursächsischen Postmeilensäulen aus der Zeit August des Starken näher vorstellen. Eine kursächsische Postmeilensäule, umgangssprachlich auch sächsische Postmeilensäule oder nur Postsäule genannt, ist ein Meilenstein, der Entfernungen und Gehzeiten bis auf eine Achtelstunde genau angibt. Diese Postmeilensäulen wurden während der Regierungszeit Augusts des Starken und seines Nachfolgers an allen wichtigen Post- und Handelsstraßen und in fast allen Städten des Kurfürstentums Sachsen zur Angabe der amtlichen Entfernungen aufgestellt. Da das Kurfürstentum Sachsen damals wesentlich größer als das heutige Bundesland Sachsen war, findet man derartige Säulen auch in Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und in Polen.

 

Nebenbei bemerkt, die Stundenangabe (St) an den Säulen sind keine Zeit- sondern Längenangaben.

 

Eine Stunde bzw. Wegstunde entspricht heute 4,531 km; und war damals eine halbe Postmeile.

Und wenn man diese Entfernungen mit heutigen Routenplanern vergleicht, so hat Zürner doch ganz gut

gemessen (die Wegeführung war ja damals auch etwas anders).